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Sony A7RII – die „Eierlegende Wollmilch Sau“ – mein erstes Fazit nach einem Tag damit


Letzten Samstag hatte ich nach langem „brennen unter den Fingernägeln“  endlich mal die gelegenheit mal die sagen umwobene Sony Alpha 7R Mark II mal ausführlich zu testen. Ich wollte einfach mal wissen was bei diesem … ja schon fast „Wahr gewordenen Mythos“ wirklich drann ist. Ich bin weder professioneller Tester noch mach ich irgendwelche Labortests oder so…. mein Fazit ist wirklich nach meinem eigenem ermessen.   Danke an den Kollegen Rene Horak Photography der mir die Sony (von seinem Kollegen) sowie seine Linsen zur verfügung gestellt hat. Ebenfalls danke an mein Team vom Samstag (Bernadette Baier / Cramazing Visagistik und Catalina fürs Modellen).   Vorweg: Was hat mich an der Kamera gereizt / was wollte ich wirklich wissen. 42 Mpx Umgekehrter Sensor (Weniger ISO Rauschen) Eye AF / Nachführender AF   Zum testen hatte ich an Objektiven das 25er Batis 2.0 / 85er Batis 1.8 sowie das Sony Zeiss 55 1.8FE   Getestet habe ich im Studio mit Blitz / im absoluten Lowlight und on Location. Geblitzt wurde nur im Studio. Ansonsten wurde bis auf den 15 Euro Faltreflektor wirklich nur das umgebende Licht verwendet.     Studio: Im Studio war ich mit dem 85er Batis im Einsatz und wir haben klassische Portraits mit drei Blitzköpfen gemacht (2x Striplights seitlich hinten, 1x Beauty Dish als Hauptlicht). Kamera kurz auf meine Bedürfnisse eingestellt… und dann gings auch schon los.. Natürlich wollte ich sofort mal den augen AF sowie den nachführenden AF testen. Beides funktionierte im Portrait bereich gut, mit mehr abstand nur noch bedingt. Später bei den Aufnahmen on Location ging da größenbedingt natürlich nix mehr (kein wunder bei 25mm 😉 ) Die Einstellung im Studio war standardgemäß bei F7,1 / Iso 160 / 1/160. Und ja was soll ich sagen… mich hätts doch fast am Arsch gehauen 😀 Die Kamera in kombi mit dem 85er Batis… so eine abartige Schärfe hab ich bis Dato noch nicht gesehn… UNGLAUBLICH!!! Da hat im nachhinein die Postproduction richtig laune gemacht. Ebenfalls spielte der Sensor der Sony da auch richtig gut mit. Man kann die Tiefen richtig schön raus holen. Als Nikon Fotograf bin ich es gewohnt meistens immer einen kleinen Zacken dunkler zu Fotografieren um Strukturen in der Haut einfach besser zu erhalten. Diese Art und Weise kann man hier getrost bei behalten… einziges Manko was ich hier einwerfen könnte… Der AF des 85er Batis ist einfach echt langsam. Aber der Fokus sitzt… nicht einmal daneben. Kleines + am Rande: durch den digitalen Sucher sieht man nach dem auslösen sofort das fotografierte Bild. Das is cool. FAZIT: Autofokus ist jammern auf hohem Niveau  – der Rest is top.     Location Low Light: Die Sony wird auch sehr hochgelobt durch ihr sehr sehr gutes Low Light verhalten durch den rückwärts belichteten Sensor. Dem kann ich eigentlich nur bedingt zustimmen. Wir hatten nur das Licht welches seitlich von einer 10 Meter entfernten Tür rein kam. Also wirklich wenig. Fotografiert hab ich hier mit dem Sony Zeiss 55 1.8. Einstellungen waren bei F1.8 / Iso 5000 – 6400 / 1/100 – 1/160.  Der Fokus des 55er arbeitet deutlich schneller als der vom Batis. Großes + hierbei: Ebenfalls funktionierte der Fokus auch bei den schlechten Lichtverhältnissen einwandfrei. ISO…… sah „Out of Cam“ auf den ersten Blick wirklich sehr verträglich aus… in der Postproduction jedoch bei 100% Zoom war dann doch ein … ich sag mal erwachen…. zu sehen.. Da wird seitens der Werbung deutlich heisser gekocht… Bei ISO 5000 – 6400 war bei diesen aufnahmen wirklich starkes Rauschen zu erkennen… somit wurde genaueres Retuschieren schon beinahe unmöglich… zugegeben – das Bild war natürlich wirklich sehr sehr dunkel. Da sieht man natürlich alles. Umgehauen hat mich das Ergebnis nicht. Da gabs auch schon beim hervorheben der Tiefen probleme. Gefühlsmässig glaub ich kann ich fast sagen das ich da mit meiner Nikon D800 doch etwas mehr Reserven habe was das hervorheben der Tiefen betrifft bei hohem ISO rauschen. Man muss hierbei aber auch sagen das ich selbiges Rauschen wahrscheinlich schon bei Iso 4000 hätte mit meiner D800. 😉 Wiederum ein + am Rande: mit 42MPX mit 1/100 frei hand fotografieren ist halt eine Ansage. Der 5 Achsen Stabilisator der A7RII leistet hier exzellente Arbeit. FAZIT: Fokus trifft – vom ISO Rauschen war ich enttäuscht.       Location Dachgeschoss: Oben am Dachboden schossen wir ein paar abstrakte Lingerie / Dessous Fotos – hierbei wieder nur Licht welches da war. Da der Dachboden ein durchgehendes ca. 3m breites Glasdach hat – hatten wir keine Probleme mit Iso oder ähnlichem. Da kam jetzt das 25er Batis zum einsatz. Da ich relativ vom Boden fotografierte und das Model am Bett saß, war da natürlich nix mehr mit Eye AF – also wie gewohnt. Af Punkt in die Mitte und schwenken. Leider hab ich da des öfteren „verschwenkt“ sodass ich auf nummer sicher ging und auf Blende 2.8 gegangen bin… Nun ja was soll ich sagen… in der Postproduction fand sich sogar bei 25mm bei einem Zoom von 500% eine Hautstruktur wieder… WAHNSINN!!! Ich wusste garnicht das sowas möglich ist. Wir hatten gegenlicht. Die Settings der Kamera waren so eingestellt dass das Gegenlicht relativ ausgebrannt war.. einfach nur darum das die Catalina von meiner Seite dann ungefähr richtig belichtet war. Chromatische Aberrationen waren bei F2.8 praktisch nicht vorhanden… dass was da war kann man als „Lächerlich“ einstufen. FAZIT: Gibts nichts auszusetzen. Location Plan B (Ein Steakhouse mit Barflair): Dort kam nochmal alles zum einsatz. Wir arbeiteten hier ebenfalls wieder mit dem umgebenden Licht (bis auf ein Set) da wir eben den typischen „Barflair“ ins Bild mit ein bringen wollten. Hier merkte man auch deutlich das das Iso Rauschen bei Iso 5000 – 8000 bei weitem nicht so stark auffiel aufgrund der Location. In der Postproduction konnte man hierbei also noch etwas besser schummeln wie im Lowlight Set. An dem Zeitpunkt waren wir ca. bei 380 Fotos.. da war dann der Akku Leer.. sowas ist man natürlich nicht gewohnt wenn man eine DSLR hat. Einen Akku bei 2/3 des Shootings verbrauchen – da muss man sich erst daran gewöhnen. Hier schafft aber der Batteriegriff abhilfe. Mit 2 Akkus sollte man einen Shooting Tag schaffen. Aber trotzdem sollte man 4-6 Akkus im Gepäck haben. Was man bei der A7RII auch noch beachten sollte: Eine unkomprimierte RAW Datei hat zwischen 80 & 90mb. Also viel und schnelle Speicherkarten mitnehmen. Ebenfalls sollte man für die Postpro dann auch kein „Uralt Gerät“ an Rechner haben. ZUSAMMENFASSEND MUSS MAN SAGEN:Wie schon in der Überschrift – eine Eierlegende Wollmilch Sau. + Überragende Abbildungsleistung mit den dementsprechenden Linsen… Ich möchte die Cam wirklich gerne nochmal mittels Adapter Testen und da dann die Nikkor & Sigma Linsen drann sehen… was da an Bild rauskommt. + 5 Fach Stabilisator in der Cam erlaubt 1 /100 bei 42MPX ohne zu verwackeln. Mein Respekt. + Dynamik Umfang bei niedriegeren Iso werten sind ein Traum. + Dank vieler Adapter kann man viele Linsen und vor allem auch viele alte Linsen Adaptieren. Mittels dem Fokus Peaking (was ich nicht getestet habe, aber bis dato nur positiv davon gehört) kann man auch als ungeübter Manuell                  Fokussieren.   – Akku – Die Iso Leistung ist in meinen Augen überbewertet.. Haut mich nicht vom Hocker.   Braucht man das Gerät?? Als Hobbyfotograf würde ich mir das Gerät aufgrund des hohen Preises einfach nicht kaufen. Als Berufsfotograf kommt es halt einfach drauf an was man Fotografiert. Da ich viel im B2B Bereich arbeite und auch viele Jobs mache die dann auch gedruckt werden, ist es schon gut wenn man so ein Auflösungsmonster sein eigen nennen kann. Natürlich wenns Kleingeld passt 😉 Wenn man Hochzeiten, Familien, Baby´s etc… also Speziell im privaten Bereich fotografiert, ist in meinen Augen die A7RII definitiv überdimensioniert.   Zugegeben .. der Gedanke mir eine Sony zu holen ist definitiv da…. Jedoch nicht wegen der Kamera… sondern eher wegen den hochwertigen Linsen die hier für faires Geld zu holen sind. Das Sony GM 85 1,4 wird ja mit dem Zeiss Otus 85 1,4 beinahe gleich gestellt und ist um über 2000 Euro günstiger. Oben drein hat das GM dann auch noch im gegensatz zum Otus einen Autofokus.   Ich hoffe der Blogbeitrag gefällt euch. Wenn ja.. gebts doch ein <3´erl  her 😉   Rene